Frage doch zuerst nach dem Wort des Herrn

Apostel Kasper dient Geschwistern der Gemeinde Rügen

Apostel Kasper predigte über 2. Chronik 18,4 und machte deutlich, dass Gläubige vor wichtigen Entscheidungen zuerst nach dem Wort Gottes fragen sollen – nicht erst, wenn bereits Pläne gemacht worden sind.

Er illustrierte dies an der Geschichte von König Josaphat und Ahab, die zeigt, wie leicht Menschen sich von äußeren Abhängigkeiten beeinflussen lassen, statt auf Gottes Willen zu hören. Ein zentraler Punkt war das Wort „zuerst": Nicht erst fragen, wenn alles im Gang ist, sondern am Anfang – etwa morgens beim Tagesgebet.

Apostel Kasper betonte, dass Gott nicht nur geduldig einlädt, sondern auch antwortet – manchmal auf überraschende Weise. Die Botschaft lautet: Suche Gottes Willen von Anfang an, bevor du deine Pläne machst. Dies gibt Klarheit, Sicherheit und zeigt, dass Gott die Menschen kennt und sieht.

Gemeinschaftsglaube ist notwendig

Priester Brandt sprach über die Bedeutung der Gemeinde als Kraftquelle im Glauben. Gemeinde ist notwendig, weil einzelne Menschen viele Dinge allein nicht bewältigen können.

Der Glaube an Gottes Wort und das Vertrauen auf seine Führung geben Kraft und Sicherheit. Brandt betonte, dass die Gemeinde ein Ort ist, an dem Menschen zusammen stark sind und sich gegenseitig tragen. Durch die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen wird der Einzelne gestärkt und kann Herausforderungen besser meistern.

Mit Hunger nach Gottes Wort zum Gottesdienst

Priester Herzog sprach vom „Hungrig-sein" beim Gottesdienst als Voraussetzung für ein erfülltes Glaubensleben.

Er verglich dies mit physischem Hunger: Wie Hunger beim Essen den Geschmack verstärkt, sollten Gläubige mit Hunger nach Gottes Wort zum Gottesdienst kommen. Diese innere Bereitschaft und aktive Sehnsucht nach Verbindung zu Gott ist essentiell. Wer hungrig nach Gott ist, nimmt die Botschaft intensiver auf und lässt sich von ihr verändern. Herzog ermunterte die Gemeinde, diese innere Haltung zu entwickeln und bewusst in den Gottesdienst zu gehen.

Schutz in Christus gegen den Mainstream

Priester Karaus warnte vor dem Mainstream und betonte den Schutz in Christus als Antwort auf den Druck der Gesellschaft.

Gläubige stehen nicht allein gegen den Zeitgeist, sondern können sich hinter Christus „verschanzen" wie hinter einer Panzerplatte. Das Böse prellt an Christus ab – und dort, in seiner Nähe, sind Gläubige geschützt.
In Christi Liebe können wir getrost sein und müssen uns nicht den weltlichen Werten beugen. Karos ermutigte die Gemeinde, in Christus Zuflucht zu suchen und von dort aus standhaft zu bleiben.

 

Inruhesetzung

Priester Uwe Brandt wurde nach über 48 Jahren Amtstätigkeit – davon 27 Jahre als Priester – in den Ruhestand versetzt.

Seine Verdienste waren vielfältig: Er war tätig als Sänger, Chorleiter, Jugendbetreuer, Konfirmandenlehrer und half in praktischen Diensten wie Blumenschmuck und Reinigung. Apostel Kasper würdigte seine Treue trotz körperlicher Beeinträchtigungen und betonte, dass Brandt sich nicht zurückgezogen habe, sondern selbst unter Schwierigkeiten dem Dienst treu blieb.

Besondere Erwähnung fand die Unterstützung durch seine Ehefrau, die es ihm über Jahrzehnte ermöglichte, seinen Dienst auszuüben. Die Inruhesetzung ist jedoch nur eine „halbe": Priester Brandt bleibt verfügbar für Notfälle, Trauerfeiern und Krankenbesuche.

Ordination

Schwester Schultz empfing das Diakonenamt und wurde damit beauftragt, den Blick für die Gemeinde zu haben – besonders für jene, die am Rand stehen.

Apostel Kasper beschrieb die Aufgabe der Diakonin als Ausdruck der Liebe Gottes: Sie soll erlebbar machen, dass Gott die Menschen kennt und sieht. Die Diakonin wird die Gemeinde seelsorgerlich begleiten und zeigen, dass es um mehr geht als nur Worte – es geht um echte menschliche Zuwendung und Gebet.